„Wo schmeckt denn der Käsekuchen nach Petroleum“, sagte Herr Schlauch erstaunt, weiter mit der Zunge prüfend.
„Tatsächlich, er schmeckt danach, das merkt man doch gleich!“ sagte der bleiche Kapitän überzeugend und verzog das Gesicht. „Wahrscheinlich ist die Petroleumkanne daneben gestanden.“
„Wa wa wa wa wa!“ schrie der Bäcker aufgeregt. „Das gibt’s nit!“ Und schob die angebissenen Stücke auf dem Tische herum.
„Also wenn ich Ihnen sag, er schmeckt nach Petroleum . . . Sie müssen uns neuen Kuchen geben. Wir ham doch bezahlt . . . Schneiden Sie halt einmal den andern Platz an.“
Zitternd reichte der Bäcker noch einmal sieben Stücke zum Fensterchen hinaus.
Oldshatterhand ließ sich wieder Zucker nachstreuen. Die Räuber bissen in den Kuchen . . . „Wahrhaftig! der schmeckt auch nach Petroleum“, sagte der Schreiber nach einer Weile.
Der Bäcker wurde dunkelrot.
„Ich schmeck nix“, sagte der König der Luft mit vollem Munde und schluckte hastig.
„Du bist halt ein Rindvieh“, flüsterte der Schreiber . . . „Also, Herr Schlauch, das gibt’s doch nit, daß Käsekuchen nach Petroleum schmecken darf . . . da müssen Sie uns doch recht geben.“
Sie reichten auch diese halbgegessenen Stücke zum Fenster hinein. Der Bäcker beroch sie, legte sie hier- und dorthin, türmte sie aufeinander und sagte endlich zu seiner Frau: „Da, versuch du einmal den Kuchen.“