„Ich schlag vor, daß wir jetzt zum Bäcker Schlauch gehen. Da gibt’s warmen Käsekuchen. Es ist genau vier Uhr, seht. Da kommt er grad aus dem Backofen raus.“

„Ich hab kein Geld“, sagte Oldshatterhand.

„Aber ich!“ rief der Schreiber. „Siebzig Pfennig. Weil ich heut früh für mein Vater Schuh fortgetrage hab, und da hab ich siebzig Pfennig mehr für die Reparatur verlangt.“

„Wenn das dein Vater erfährt . . . mei Lieber.“

„Er erfährt’s aber nit. O Gott, das mach ich schon seit Jahr und Tag so. Die Kundschaft frägt mein Vater nit, weil sie’s jetzt schon gewöhnt ist, daß bei mein Vater die Reparaturen so teuer sind.“

Der Bäckermeister und Weinwirt Schlauch war ein frommer Mann, fett und bleich.

Die Räuber blieben auf der Straße vor der Bäckereiauslage stehen. Der Schreiber kaufte für sich und die andern sieben Stück Käsekuchen, welche Herr Schlauch durch das Verkaufsfensterchen den Räubern hinausreichte. Oldshatterhand ließ sich auf sein Stück noch Zucker nachstreuen.

Da spuckte der Schreiber einen Bissen wieder aus, sah die Räuber an und sagte: „Der Kuchen schmeckt nach Petroleum . . . Herr Schlauch, der Kuchen schmeckt ja nach Petroleum.“

Alle reichten unter Protest die halbgegessenen Stücke durchs Fenster Herrn Schlauch wieder hinein, der sich ängstlich nach seinen weintrinkenden Gästen umsah und entsetzt den Kuchen beroch. „Petroleum? . . . Ja, was wär denn das.“

„Versuchen Sie ihn nur selber.“