Die Mutter des Schnelläufers hielt unterdessen den Zuschauern ihren Zinnteller gleichgültig hin und ging gleichgültig weiter, mit stumpfen Augen, wenn man nicht gab.
Der Hauptmann keuchte, etwas langsamer geworden, an seinen Leuten vorüber, winkte ihren Draufrufen ab, sah sich nach seinem Rivalen um. Und war weg.
Der Abstand verringerte sich merklich, der Hauptmann wurde immer langsamer; der Schnelläufer, stets im gleichen Tempo, holte auf und überholte, unter knallendem Gelächter des Publikums und besessenem Draufgebrüll der Bande, den bleichen Kapitän, der nach einer weiteren Runde vollkommen erschöpft aufgab.
Geräuschlos verließen die Räuber den Kampfplatz.
Der Mann im roten Trikot lief weiter in der Sonne am schwarzen Menschensaum entlang.
Dem bleichen Kapitän rollten die Schweißtropfen am Gesicht hinunter. Ohne Atem stieß er hervor: „Der Schnelläufer hat beschummelt! Einen kleineren Kreis hat er gemacht! Wie wär denn sonst das möglich.“
„Da gehn wir ganz einfach zurück und machen Krach.“
„Ach, laß ihn. Ich pfeif ja auf seine drei Mark.“
„Aber eine halbe Stunde hast du’s doch ausgehalten“, sagte der Schreiber, mit der Uhr in der Hand.
„No wart nur, bis er wieder einmal läuft.“