„Also hopp! Also wenn du meinst.“

„Glaubst du, daß von den Siouxfeiglingen noch ein paar übrig sind, bis wir nüberkommen?“ fragte der König der Luft auf der Treppe.

Der Schreiber schubste die Röhrenstiefel höher zur Achselhöhle. „Das ist fraglich . . . Mein Lieber, wenn Oldshatterhand einmal blutige Rache geschworen hat, dann wird sicher höchstens einer von den Sioux übrigbleiben . . . Du weißt ja, wie das bei Karl May immer war.“

„. . . Verlangst du mehr für die Stiefel?“

„Sei doch still.“

Der Wachtmeister öffnete selbst die Tür. Er hatte sich’s bequem gemacht. Sein Uniformrock hing über dem Stuhle, die meterlange Pfeife lehnte in der Kanapee-Ecke. Der blaue Tabakrauch stieg vom Mundstück weich in die Höhe zum säbelschwingenden Türken zu Pferd, der goldgerahmt über dem Kanapee hing.

„Grüß Gott, Herr Wachtmeister. Mein Vater hat gesagt, drei Mark neunzig kosten die Stiefel.“

Der König der Luft war bei der Tür stehen geblieben und schnalzte nervös mit den Daumen.

„Schon fertig?“ Der Wachtmeister trat aus dem Pantoffel, stieg in die lange Röhre hinein und zog und zerrte an den Stulpen. Sein Gesicht lief blaurot an. Dabei preßte er hervor: „Drei . . . Mark . . . neunzig?“

„Ja, soviel kosten sie, hat mein Vater gesagt.“ Der König der Luft blickte starr vor sich hin.