Es lebe der Achtstundentag,

Die Ruh, die Republik!“

Johann Jakob Streberle schüttelte mißbilligend den Kopf. „Bezahle Sie doch dene Lausbube nit a no Wein, sonst mache sie nur Dummheite . . . Die ham sowieso scho genug auf’n Kerbholz . . . Ja, ja, wartet nur, Bürschli“, schloß er geheimnisvoll.

„Was wolle denn Sie von uns“, rief der Schreiber.

„Was ich von euch will? . . . Oh, das werdet ihr schon no sehn.“

„Was der will . . . Sie können uns gar nix anhab.“

Da umklammerte der bleiche Kapitän den Arm des Schreibers. „Pst! Sei still!“ flüsterte er und duckte das Gesicht auf die Tischplatte. „Wißt ihr, was auf dem Hobel steht?“

„Auf was für’n Hobel?“

„Aha! Hat’s euch scho?“ rief Johann Jakob Streberle, weil alle Räuber das Gesicht horchend auf die Tischplatte duckten.

„No, auf dem Hobel, den wir letzthin auf’n Schloßberg g’funde ham. J. J. St. steht darauf“, flüsterte der bleiche Kapitän. „Der Hobel gehört dem Streberle; der Kerl hat uns sicher nachg’schnüffelt.“