„Ooo, Herr Widerschein, Sie sind einer“, sang das blonde Mädchen.
„Diese Jungens! Diese Jungens! Trinken wie die alten Deutschen, immer noch eins. Bringen Sie den Jungens einen Liter Wein auf meine Rechnung“, sagte der Berliner.
„O Gott, Mädli, Mädli mit Geld, so viel i will!“
„Einfach weil’s Wasser war mit der Brautschau“, sagte plötzlich der Schreiber, stand schaukelnd auf und sang, die Melodie von „In einem kühlen Grunde“ unterlegend, immer nur den Namen des unbeliebten Glasermeisters:
„Johann Ja—a—kob Streeeberle,
Johann Stre—e—berlee — — —“
die ganze Melodie durch. Der Schreiber war vollkommen betrunken. Der Fischer verschluckte sich vor Lachen. Johann Jakob Streberle spritzte, gezwungen lachend, Speichel zwischen seinen geschlossenen Zahnreihen durch und blickte wütend zu den Räubern hin.
„No, jetz is aber genug“, sagte der Wirt und lächelte vergnügt.
Das Mädchen brachte den Räubern den Wein des Berliners. Oldshatterhand beugte sich auf die Tischplatte, zischte verhalten: „Also hopp! . . . Los!“ Und fing mit verzweifeltem Mute allein an zu singen mit hoher Mädchenstimme: „Nieder mit der Tyrannei!“ Worauf die anderen sofort einsetzten, daß der Berliner seine Gabel fallen ließ:
„Hoch leb die Anarchie!