„Ich lasse mir nämlich immer meine Schuhe von Herrn Widerschein reparieren . . . Bedeutend billiger als in Berlin.“

„Ja, Berliiiiiiin!“

„Ist aber hier in Würzburg auch nicht mehr so billig wie früher . . . Vier Mark für Sohlen und Absätze erhöhen.“ Der Berliner nahm sein Glas in die Hand.

„Was? . . . Erhööööhen?“

„Flecke auf die Absätze.“

„Ah so! No, i zahl beim Widerschein alleweil no zwä Mark und dreißig Pfennig für Sohle und Absätz. Seit zwanzig Jahr.“

Der Schreiber horchte gespannt.

„Aber hörn Sie mal!“ Der Berliner stellte das Glas zurück, ohne getrunken zu haben. „Da muß ich doch morgen gleich einmal zum Meister gehen . . . Gleiche Preise für alle! Das ist mein leitendes Prinzip . . . Ich bin Reisender.“

„Mei Fisch kriegt a jeder ums selbe Geld . . . Wer bezahlt, kann Fisch hab.“

„Hörn Sie mal, junger Mann, sagen Sie Ihrem Vater, ich käme morgen zu ihm . . . Es ist ja nur eine prinzipielle Sache bei mir.“