Die Kammer füllte sich rasch mit Wärme.
„Wissen Sie,“ sagte er und blieb wieder in der offenen Tür stehen, „Ihr warmer Salon und meine kalte Kammer illustrieren gut das Besprochene.“
„Aber machen Sie nur schon endlich zu!“
„Ich sagte Ihnen ja, daß wir beide schmutzig sind . . . Ich mache allerhand kleine Schweinereien — schinde Wärme; und Sie geben freiwillig keine ab.“ Er schloß die Tür.
„Ach deshalb! Bitte, öffnen Sie doch, ich nehme eine Decke um“, sagte der Doktor und machte ein abweisendes Gesicht.
Die Stimme des Dichters wurde immer stärker. „Seit Jahrtausenden verlangt der Mensch brüllend, stinkend demütig, stöhnend, irrsinnig, daß der Planet ihn ernähre . . . Ich hasse die Repräsentanten all derer, die das verhindern.“
Da habe ich mir etwas aufgeladen, dachte der Doktor und sagte unfreundlich: „Na na, nicht so laut!“ Er zündete das Nachtlicht an. „Der gesunde Menschenverstand sagt einem doch, daß es Unterdrückte und Unterdrücker geben muß. So ist das Leben . . . Trinken Sie doch Ihren Kognak!“ Er machte weitere Vorbereitungen zum Schlafengehen.
Und der Dichter hielt sich für hinausgeworfen. Er sagte gedemütigt: „Arbeiten muß ich auch noch heute“, verließ hastig das Zimmer und schloß die Tür.
„Ah, Sie wollen schon gehen, schade.“
„Hat er wieder über mich verfügt.“ Starr blickte der Dichter auf den Wäschehaufen. Und während er den Zettel entfaltete, den die Wirtin auf den Muschelschreibtisch gelegt hatte, flüsterte er: „Gegen Doktor Wieners kommen wir nicht auf, kommen wir nicht auf, nie auf . . . wenn wir etwas von ihnen brauchen.“