Und als der Dichter die Bahnhofshalle betrat, grau und unscheinbar, deutete sie zurückweichend auf ihn.
Die Schutzleute hoben die fünfzehn langen Pistolen. Und über des Dichters lastbehangenes Gesicht huschte ein schmerzliches Lächeln.
Die Hände den Fesseln entgegengestreckt, trat er verloren in den Schutzmannskreis, der um ihn zusammenschlug.
„An . . . ton Sei . . . ler“, buchstabierte der Wachtmeister aus den Papieren des Dichters, „geboren in . . . Ja, sind Sie denn von hier?“
„Ja, ich bin hier geboren.“
„Dann kanns nur der Sohn vom Wagner Seiler sein“, rief eine Alte, die einen Flanellbettkittel anhatte.
Und der Dichter sagte: „Eine halbe Stunde Hoffnung war alles, was ich ihr noch geben konnte.“
Als er, gleich einem einziehenden Zirkus vom halben Städtchen begleitet, durch die Bahnhofstraße geführt wurde, zweigte die Alte im Flanellbettkittel ab und brachte der Mutter die Nachricht.
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Ärgerlich blätterte der Untersuchungsrichter in den Akten, schlug die Mappe zu.