„Ja. Meine Hände wurden nur als Mordwerkzeuge gebraucht.“

„. . . nichts anzufangen wissen; denn erstens sind Sie keine Erdkugel, Ihr Mord kein Beben . . . und zweitens überhaupt.“

„Für mich deckt sich das vollkommen.“ Er sah den Vorsitzenden klar an und sagte laut: „Deshalb geht mich mein Mord, den ich vor mir selbst nie verantworten kann . . ., diesem Gericht gegenüber nicht mehr an als euch und jeden anderen Menschen.“

Der verblüffte Vorsitzende geriet in Unruhe, die sich auf die Geschworenen fortpflanzte und einer vagen Unsicherheit wich, hervorgerufen durch schnell und bestimmt gegebene Antworten des Dichters, der von seiner Ansicht nicht abzubringen war.

Der Staatsanwalt hatte scharf hingehorcht und nahm sich vor, diese Wendung des Angeklagten nicht aufkommen zu lassen. Er hatte eine hohe, reine Stirn und kluge Augen.

„Auf diese Weise können viele, scheinbar unbegreifliche, Verbrechen verstanden werden“, bemerkte der Dichter in sachlichem Tonfall.

Der Vorsitzende raffte sich auf und erinnerte, unter Assistenz des Staatsanwaltes, den Dichter daran, daß seine Mittellosigkeit dem Gericht bekannt sei und er wegen eines offenbaren Raubmordes hier stehe. „Ihre phantastischen Abschweifungen werden Ihnen also nichts nützen. Sie sind arm, der Lehrer ist tot . . . und das geraubte Geld fand man bei Ihnen . . . Stimmt das?“

Herzbeklemmung zwang den Dichter, die Augen zu schließen.

Da schienen ihm Richter und Geschworene eine lange Reihe steil auf den Schwänzen sitzender Riesenraben zu sein. ‚Ich stehe der starr gefügten Macht des Gesetzes klein und rettungslos gegenüber,‘ Und während er automatisch „Ja“ und „Nein“ und auch einige Male „Ich weiß nicht“ antwortete, dachte er: denen kann ich niemals erklären, wie es kam; denn sie erdrücken mich mit ihrer Logik, die nur an der Oberfläche des Geschehens ihre Schlüsse findet . . . und dadurch recht behält.

„Sie geben also zu, daß Sie den Lehrer getötet haben, um Ihre Lage zu verbessern.“