„Ah! Wer? Wo ist er?“
„Eine Zeugin. Sie hat angegeben, daß der Schreinermeister, der seinem Sohne die Augen zuleimte, ihn in diesem Zustand auch bloßfüßig auf die heiße Herdplatte gestellt hat . . . Dann heizte der Meister tüchtig nach.“
„Also nichts Neues zum Fall Seiler.“
„Nein. Da kann man dir ja gratulieren. Sichere Sache!“
„Ein komplizierter Fall.“
Der kurzsichtige Kleine kroch in die Staatsanwaltsrobe hinein.
„Wieso? Ist es nicht ganz klar erwiesen, daß er es wegen dieses Hundertmarkscheins getan hat?“
Sie verschwanden, von allen Blicken verfolgt, in dem kalkweißen, menschenleeren Seitengang. Der Staatsanwalt sah auf den Kleinen hinunter, zum Fenster hinaus. „Das eben scheint mir jetzt sehr, sehr fraglich zu sein, nach allem . . . Eigentlich schon nicht mehr fraglich.“ „Nein, nein, verzeihe! Wirklich, so in der Eile kann ich dir das nicht erklären. Das Ganze ist zu . . . weißt du, zu . . . eigenartig.“
„Nämlich die eigene Frau des Schreinermeisters will gegen ihn zeugen. Interessant, wie?“
„Platz machen!“ rief der Polizist.