— Und Eoo ist die Seele und das Auge des Hauses!
Viertens habe sie kein eigenes Vermögen, als die drei ersten Güter. Denn — war mein Grund:
— Eoo ist nur so reich als Eva im Paradies!
Fünftens und Letztens erst sei sie meinetwegen auch schön! Das soll mich nicht hindern, ein Mädchen zum Weibe zu nehmen. Aber diese Fünf ist schon in der Eins — der Gesundheit, dem Ebenmaß aller Kräfte, enthalten, und das schönste Gesicht ist nach 365 Tagen dem Mann ein alltägliches; und vielleicht — Andern nicht!
— Aber Eoo war schön. —
So erbaut’ ich denn ein Haus, und sie war mein liebes sanftes Weib Eoo!
Ich war glücklich mit meinem Naturkinde, ja ich empfand eine gewisse Verehrung vor ihr, gleich wie vor der Natur. Denn ich hatte sonst immer gedacht: nur Bildung gebe dem Menschen, dem Weibe den Werth, sie sei Etwas! Hier aber fehlte sie, und dennoch war meine Eoo Alles, was ich nur wünschen konnte vom Weibe! Und so sehr ich die Wirkungen ihrer Liebe empfand, so sah ich doch deutlich, daß in ihrem Herzen noch ein unermeßlicher Schatz, eine Kraft, ein ungenützter ungemünzter Reichthum derselben geborgen lag, den sie und ich in unserem sicher begründeten Zustand, unseren sanft verrinnenden Tagen gar nicht gebrauchen konnten! So rinnt aus einem unerschöpflichen See nur ein kleiner stiller Bach durch die grünenden Wiesen hinab und ernährt nur die Blumen da, wo er fließt, indeß seines Sees Fülle, wie mit einem Spiegel bedeckt, in ruhiger Gnüge glänzt!
O wie that dieß Wissen mir wohl, und ich hoffte vom Schicksal und betete: daß sie nie den verborgenen Schatz angreifen dürfe, in keiner Noth!
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Der Ehesegen blieb nicht aus. Wir erhielten vom Himmel ein Mädchen, das, nach Eoo’s Mutter, Alaska genannt ward. Als sie drei Jahre alt war — — —