„Na“, tröstete Suschen, „es geht am Ende auch. Wenn Sie nur ein wenig Spiritus im Hause haben, brennen wir sie damit ab; die Tante sagt, das thäten sie immer in Karlsbad, wenn die Hähnchen eine Stunde vor dem Essen noch umherliefen. Dann nehmen Sie heute wenigstens nur zwei und kochen sie zur Suppe, und morgen braten Sie die anderen; für zwei Personen reicht das ganz gut.“

Jetzt wollte Martha Feuer unter der großen Platte anbrennen.

„Haben Sie denn keinen Petroleumkocher?“ fragte Suschen. „So ein großes Feuer für zwei Tauben ist doch schade!“

Martha hatte keinen.

„Ich hole so lange unseren herüber, damit Sie nur erst ’mal sehen, wie hübsch das ist, und dann, wenn Sie es erlauben, werde ich die Mama fragen, ob ich nicht hier erst einmal mit fertig kochen darf.“

Martha sprach ihre Freude über diesen Gedanken aus: „Ich will ja alles so gern lernen“, sagte sie, „aber ein wenig Anleitung muß man doch haben.“

Wie gemütlich war es ihr, dieselbe von einer so lieblichen Altersgenossin zu empfangen! Als Suschen weggegangen war, erschien Frau Feldwart in der Küche.

„Wer war bei dir?“

„Das Suschen von drüben.“

„Wer ist das?“