„Wird dort auch musiziert?“
„Himmel, wie kommen Sie nur darauf, mich in einem fort zu fragen! Lassen Sie mich doch zufrieden; es interessiert Sie ja alles nicht!“
Es war eigentlich wahr, Martha gestand sich’s zu ihrer Beschämung; aber wie in aller Welt sollte sie da eine Annäherung beginnen?
Gegen Abend wanderten alle in den Garten; der Gärtner hatte verschiedene Beete neu bepflanzt, eins derselben recht geschmacklos mit lauter gleich großen Pflanzen, von denen keine zur Geltung kam und jede der anderen Luft und Sonne wegnahm. Josephine ging einigemal um das Beet herum und schien in seine Betrachtung völlig versunken zu sein.
„Ich dächte, das Beet wäre nicht eben schön“, sagte Martha.
Das erste freundliche, verständnisvolle Lächeln erschien auf Phinens Gesicht: „Nein, das ist es wirklich nicht; wenn da in der Mitte nur ein einziges Heracleum oder eine Staude Zuckerrohr und ein paar Maispflanzen ständen; dann etwa diese Gladiolus, ringsum vielleicht noch Astern und am Rande weiße Vergißmeinnicht — das wäre ein hübsches Beet. Ja, das verstand mein Großvater so schön! Ich wollte, Onkel Werner erlaubte mir, es einmal so einzurichten!“
„Das würde er vielleicht thun; aber wäre es nicht schade um die hübschen Wicken und Winden?“
„Ei, die könnten wir dort an der Laube anbringen; da fehlt etwas.“
„Fragen Sie doch!“ riet Martha.
„Ach, das wage ich nicht!“