„Freilich! Christus sagt von den Kindern: ‚Ihre Engel sehen allezeit das Angesicht meines himmlischen Vaters.‘“

„Hab’ ich auch einen?“

„Gewiß, Fanny, hast du deinen Engel, der an deinem Bette wacht, wenn du schläfst, und dich behütet, wenn du in deinem Rollstuhl liegst.“

„Kann er mich auch gesund machen?“

„Er wohl nicht; aber der Vater im Himmel, der den Engel sendet, und wenn es dir gut ist, thut er es gewiß; wir dürfen ihn alle Tage darum bitten.“

„Ach, das wollen wir thun!“

Das Gespräch wurde jetzt unterbrochen; von unten herauf drang nicht mehr das Gemurmel sprechender Stimmen, sondern silberklare Töne eines sehr schönen Flügels; es ertönte eine Sonate von Beethoven, dies konnte man deutlich unterscheiden, obgleich von den feineren Tönen natürlich viel verschwand.

„Sie hören gern Musik?“ fragte Fanny.

„Sehr gern!“

„Ich sah es Ihnen an; Sie verstehen auch, was die Töne miteinander sprechen.“