»Und ich fange morgen mit Brüten an,« gackerte eines.
»Und ich führe meine Jungen zum ersten Mal aus,« rief ein anderes.
»Ich gehe mit dem Gockel spazieren,« brüstete sich die Weiße, und riß einen Regenwurm, der sich verzweifelt wehrte, aus der Erde.
»Du kannst morgen nicht mit dem Gockel spazieren,« verwies sie das schöne Huhn. »Der Gockel geht morgen zur Wahl.«
»Ich kann auch nicht kommen,« rief die Rouen-Ente mit dem dicken Leib wichtig. »Ich werde morgen gebraten.« Sie wußte nicht recht, war das ein angenehmes oder ein unangenehmes Ding, aber jedenfalls war es interessanter als das Wählen einer Schulpute.
»Und ich gehe und wähle,« rief das schöne Huhn, »und wenn ich ganz allein gehen muß.«
Und richtig, am nächsten Morgen war sie die einzige, die sich aufmachte, um die neue Pute für die Kückenschule zu wählen. Der Hahn war wahrhaftig mit dem weißen Huhn spazieren gegangen.
Da niemand da war, der der grauen Pute die Stimme hätte geben können, so wurde die Bronzene einstimmig gewählt.
»Es ist ein unerhörtes Unrecht,« sagten die Hühner des Hühnerhofes nachher zornig. »Was haben wir davon, daß wir wählen dürfen, wenn doch nicht die gewählt werden, die wir wollen?«
Sie steckten die Köpfe unter die Flügel, plusterten sich auf, und hielten ihr Mittagsschläfchen ab.