Sie liefen weiter und liefen manchen Tag, und die Welt hatte immer noch kein Ende. Es wurde ihnen fast unheimlich zumute.
»Ich wollte, ich wäre wieder daheim bei der Frau Mutter!« sagte das Älteste.
»Das glaube ich!« lachte der Fuchs, der plötzlich vor ihnen stand. »Welches von euch beiden möchte nun zuerst gefressen werden?«
»Bitte, Herr Fuchs, ich warte gerne,« sagte das jüngste Hähnchen bescheiden.
Da packte der Fuchs den Ältesten und zerriß ihn. Das Jüngste aber lief über das Feld heimwärts, so schnell es konnte. Es rannte und flog und krähte, bis es endlich bei seiner Mutter war.
»Frau Mutter,« schrie es schon von weitem, »oh, wie recht haben Sie gehabt. Bescheidenheit ist eine schöne Sache.«
»So,« sagte die Henne und sah ihren Jüngsten mißtrauisch an, »und wo hast du denn deinen Bruder?«
»Den hat der Fuchs gefressen, Frau Mutter. Und hätte ich nicht auf Sie gehört und mich unbescheiden vorgedrängt, so hätte die Sache schief ablaufen können.«