Das Schönste in der Welt ist der Misthaufen. Einige fliegen darüber weg und geben ihre Brust dem Sturme preis, die meisten aber krähen und suchen Würmer.
In der Welt sind enge, dunkle Gänge und darinnen verachtet man die andern Tiere. In der Welt ist es sehr langweilig, manchmal auch lustig, besonders wenn man Hühner hat, soviel man will und genug zu essen.
Viele Tiere sehen Flocken vom Himmel fallen, andere sehen sie nie.
In der Welt bringt jemand den Tieren Futter ... usw.
Als der Storch fertig vorgelesen hatte, mußten die Kinder es durchbuchstabieren, und dann mußten sie es auswendig lernen.
Der Uhu hatte es sich lange überlegt, welche der verschiedenen Ansichten der Tiere er bringen wolle, denn sie stimmten ja durchaus nicht überein. Er wollte keinen seiner Freunde ärgern, indem er etwas wegließ, auch war ihm alles gleich wertvoll und schien ihm unentbehrlich für sein Buch.
Zuletzt fand er einen Ausweg. Er machte Zettelchen, schrieb sämtliche Beobachtungen von Maulwurf, Hahn und Schwalbe einzeln darauf, warf sie dann in eine Schüssel, schüttelte sie tüchtig und fing an zu ziehen. Den ersten Zettel, den er zog, gebrauchte er für das Buch, den zweiten nicht, den dritten wieder für das Buch, den vierten nicht, und so weiter, bis er den letzten gezogen hatte.
Das war gerecht und einfach und konnte ihm keinerlei Unannehmlichkeiten zuziehen. Und so entstand das Buch.
Der Storch stattete dem Uhu einen Besuch ab und dankte ihm begeistert im Namen der heranwachsenden Jugend für das interessante Werk.