»Das Lob, tugendhaft zu sein, nicht ganz verdient.«
»So,« sagte der Nachbar, »was wissen Sie denn von ihr?« Die fette Maus kam etwas aus der Fassung: Der Bräutigam blieb gar zu gelassen.
»Sie ist ... sie hatte ... kurz, man hat sie mit einer braunen Maus im Mondschein spazieren sehen!« Erleichtert setzte sich die Feldmaus; es war eben keine Kleinigkeit, einem Bräutigam so etwas zu sagen.
»So!« sagte der Nachbar.
»So! So, sagen Sie, Herr Nachbar? Und mit diesen Grundsätzen wollen Sie in die Ehe treten? Bei so etwas bleiben Sie gelassen? Die beiden haben sich nämlich auch geküßt!« Triumphierend sah die Feldmaus im Kreise herum.
Der Nachbar lachte. Da erhoben sich alle vier würdevoll.
»Wir haben unsere Pflicht getan,« sagten sie. »Das Weitere ist Ihre Sache!« Steif wandten sie sich zum Gehen, ihre Schwänzchen fuhren aufgeregt hin und her. Sie waren schwer enttäuscht. »Wir bedauern gestört zu haben!«
»Gar nicht, aber gar nicht!« rief der Nachbar. »Die große, dunkelbraune Maus bin ich nämlich selber gewesen. Übrigens lade ich Sie alle zur Hochzeit ein.«
Und er öffnete die Türe und machte eine tiefe Verbeugung ...