Da Sie so freundlichen Antheil an den Versuchen eines Neulings nehmen, meine gnädige Frau, so erlauben Sie mir gewiß gütigst, die Ueberreichung der Leichenrede, die ich betrübten Herzens gefertigt habe. Sie ist so durch Druckfehler entstellt, daß ich mit der Zusendung der gereinigten Ausgabe eilen mußte. Sonst möchten Sie das Opus aus andrer Hand früher erhalten, und jene Feinde der Autoren würden auch das Wenige von Gunst zerstören, was Sie der Stachelnuß sonst vielleicht noch zuwenden.

Gehorsamst

Immermann.

2.

Münster, den 16. Februar 1822.

Die anliegende Abhandlung aus der Naturgeschichte darf sich vielleicht heute unter dem ernster, wissenschaftlicher Betrachtung so günstigen Himmel von bekanntem Stoff, Ihrer Aufmerksamkeit erfreuen. Sollten Sie die Ausfüllung der Gedankenstriche wünschen, so werde ich sie mündlich zu geben im Stande sein. Leider kann ich Ihnen morgen den »Prinzen von Homburg« nicht vortragen, da ich noch nicht im Besitz meines Exemplars bin. Indessen wird sich wohl etwas andres finden, vielleicht kann ich »Freia's Altar« von Oehlenschläger verschaffen.

Immermann.

3.

Münster, den 22. Februar 1822.

Mit dem herzlichsten Danke für Ihre so gütige Einladung auf heute Abend, verbindet sich das Bedauern bei mir, nicht folgen zu dürfen, da ich anderwärts versagt bin.