Rosl (macht sich los und schlägt ihn auf die Hand). Was is denn dös?
(Ab.)
Anzengruber: Der Gwissenswurm, I. Akt, 8. Szene
Achte Szene
Vorige, ohne Rosl.
Dusterer. No, no—is a dalkets Ding, die Rosl.—Grillhofer, am Schürzenbandl bin ich ihr hängenbliebn, ja, ja, am Schürzenbandl, sunst nix! (Trinkt.) Ah, das is a Tropfen! (Stellt das Glas vor sich hin.) Ja, daß ich also sag, Schwoger, weil ich mich hizt leichter mit dir red und weil wir allein sind.—Grillhofer (erhebt sich feierlich), Grillhofer, mir machst nix weis! (Schenkt im Stehen wieder ein.)
Grillhofer. Wie meinst dö Red?
Dusterer (setzt sich, indem er den Wein austrinkt). Schwoger, ich weiß, warum ich dir gsagt hab, daß ich dir das Höllbüchl erst spater bring.—Ich hab dich fruher betracht—du hast gsagt, besser wär dir.—Laugn's net—wir sein hizt unter vier Augen—dir is übler als gestern.
Grillhofer. No, werd ich's leicht laugnen unter uns? Nur vorm Wastl, daß er sein vorlauten Wesen Einhalt tut, hab ich's gsagt. Aber ich muß's wissen, daß mir einwendig wohler ist, die Seel is mir gsünder wie jemal.
Dusterer. Dös gab der liebe Herrgott, aber leicht is dös Ganze nur a hoffartig Einbildung von dir. (Erhebt sich wie oben.) Grillhofer, weißt, warum dir net besser is? (Schenkt ein.)
Grillhofer. Wußt's net.