„Aber Flori —“
„Hei, Franzl, wir gehen miteinander. Halte mit, auf drei Tag’ fang’ ich mit dir eine Liebschaft an, länger darf keine bei mir dauern, denn ich hab’ nur auf drei Tag lang Glück.“
„Jesus, wie ihr Mannleute doch sein könnt? So magst du daherreden und ist kaum dein Schatz von dir gegangen, vielleicht auf Nimmerwiederkehr, eine Dirn’, wie du bald keine zweite findest.“
„Eben darum halte ich mich jetzt an mehrere, weil eine nicht ausreicht, sie mir aus dem Sinn zu bringen.“
„Das ist ein recht garstiges Reden, Flori, dasselbe hätt’ ich von dir nicht erwartet.“
„Es möcht’ doch nicht anders werden, und wenn ich gleich winseln tät’ wie ein geschlagener Hund. Nun, Franzl, was ist es mit unserer Liebschaft?“
„Geh zu, du wirst mich gleich bös machen. Zum Spaßen ist jetzt kein Anlaß und dein Ernst kann es nicht sein.“
„Warum nicht, auf drei Tag’?“
„Nicht auf einen nähm’ ich dich. Wenn du so in Handumkehr die Reindorfer Leni vergessen kannst, so wär’ für dich die Melzer Sepherl noch zu gut.“
Der Bursche sah auf das Mädchen herab. Meinst du? dachte er. Ich sollte fast selber glauben, aber danach frage ich jetzt nicht! Du, mit deiner Lustigkeit und deiner Bravheit, läufst mir auch zu viel über den Weg, hüt dich, jetzt bin ich spielerisch wie ein kleiner Bub’, lockt mich ein Kieselstein, ich hole ihn aus dem Bache und tändle damit, solang es mich freut, dann werf’ ich ihn wieder weg. Aber weil sie dir nachfragen will, weil ihr vielleicht leid geschehen möchte um dich, so bleibe halt im Wasser!