„Nit ein’ Schritt tanzen und kein’ klein’ Weil’ zuschau’n? Na, hörst, selb’ muß mehr wohl sagen, dem Dirndl bist a gute Kameradin.“
Da schritt der Grasbodenbauer an den beiden vorüber. „Nit wahr?“ sagte er freundlich nickend. Aber die alte Sepherl sah ihn an und schüttelte kaum merklich mit dem Kopfe; vor dem Bauer lobte sie nicht gerne eines vom Gesinde, und daß es der selbst ins Gesicht tat, das taugte schon gar nicht, das mach’ hochfährtig und Hochfahrt verleidet das Dienen.
Als abends Magdalene das Tischgerät hinwegtrug, wies der Bauer nach der Türe, die sich hinter ihr geschlossen hatte, und sagte zur Burgerl, die ihm gegenüber saß: „Hast sie nit g’fragt?“
„Um was, Voda?“
„Um was? Wann dich schon die G’scheitheit nit draufgeführt hat, so hätt’ ich doch g’meint, die Neugier ließ’ dir kein Ruh’, ihr abz’fragen, was ihr zu’n Kirchtag g’legen käm’, was s’ g’freu’n möcht’.“
„No, halt ein lebzelters Herz, so groß eins z’haben is, mit ein’ bunten Bildl und ein’ schön’ Spruch drauf.“
„Denk’ mir wohl,“ lachte der Bauer, „da drüber wußt’ sie sich vor Freud’ gar nit aus und billig käm’s auch. Aber ernstlich, ihr gäbet ich schon gern rechtschaffen was, sie is brav ...“
„Und sauber.“
Der Bauer nickte vor sich hin, Burgerl saß mit verschränkten Armen und sah ihn von der Seite an, er gab den Blick verwundert zurück, dann sagte er hastig: „Na, sei nit dumm, ich weiß nit, was ich ihr bringen soll.“