Wer mag auch kommen? dachte der Bauer, und daß ihm jetzt jeder ungelegen käme.

Er sollte nicht lange im Zweifel über die Person des Ankömmlings bleiben, denn vom Hofe her hörte er Burgerls Stimme, welche freudig: „Der Ehnl! der Ehnl!“ rief.

Einigermaßen dadurch zufriedengestellt, daß ihm kein anderer Besuch zugedacht sei, erhob sich der Bauer bedächtig von seinem Sitze.

Burgerl war dem Großvater an der Hand Magdalenens entgegengeeilt. Der alte Mann, nachdem er sich vom Wagen herabgeholfen, streichelte das krause Köpfchen seines Enkelkindes und Hiesl sah dazu lächelnd vom Kutschbocke herunter, freilich bemerkte er dabei in allernächster Nähe in netten Schnallenschuhen ein paar Füße mit zierlichen Knöcheln, darauf eine stand, die im Begriff war, ein ganz unerlaubtes Glück zu haschen; als diese ihm einen Gruß zurief, blickte er gar nicht auf, er nickte verdrießlich und wandte sich ab.

„Du verstehst’s,“ murmelte er, „du verstehst’s! Wann ich nochmal af d’ Welt kimm’, werd’ ich auch a saubere Dirn’ und verleg’ mich af ’n Reich’n-Mon-Fang.“

Ehe der Bauer vom Hof auf der weiten Hald’ Magdalenen die Hand bot, sah er sie forschend an. Als ihre Augen, die mit offenbarem Befremden nach dem unhöflichen Knechte gerichtet waren, sich wandten und frei und treuherzig in die des alten Mannes blickten, streckte ihr dieser die Rechte dar.

„Grüß Gott, Dirn’,“ sagte er, dann kneipte er Burgerl in die Wange. „Wo steckt denn der Vater?“

„Auf seiner Stub’n. Komm, Ehnl, ich führ’ dich zu ihm.“ Die Kleine faßte ihn an der Hand.

„Hast recht, führ mich zu ihm. Wir werd’n heut eh’, denk’ ich, ein lang’s und ein breit’s miteinand’ hab’n, je bälder wir damit anheb’n, je früher krieg’n wir’s kürzer und schmäler.“

Sie schritten auf das Haus zu.