„No, kannst d’ Magdalen’ noch so gut leiden, wie z’ Anfang?“
„Mein’ liebe Leni? No wie net?“
„Und is der Vater auch mit ihr z’frieden?“
Burgerl kniff die Lippen ein und sah mit verschmitzt lachenden Augen auf.
„Schau einer! Du Grasteufel, beginn’ du schon ’s Reden mit dö Augen! Damit hat’s noch Weil’!“ schalt der Alte und, während Burgerl vor ihm die Treppe hinanlief und er langsam Stufe für Stufe nahm, sagte er kopfschüttelnd: „No, no, dös Nestküchl lernet da nit übel zu. Es is höchste Zeit, daß einer, dem’s zukommt, ’s Maul braucht.“
Burgerl stieß die Türe auf und schrie zur Stube hinein: „Voda, der Ehnl!“
„Grüß Gott, Schwieger!“ sagte der junge Bauer. „Nit schön, daß d’ dich gar so rar machst; es is ja schon a Ewigkeit her, seit d’ dich ’s letztmal af’n Grasboden hast sehen lassen.“
„Na, a ganze wohl nit, a halbe dürft’ reichen. Grüß Gott, Kaspar!“
Die Männer schüttelten sich die Hände, dann sagte der Großvater sehr wohlwollend zur Enkelin: „Burgerl, dir pfeift im Garten a Vogel; druck d’ Tür’ ins Schloß, eil’ dich hinunter und los’ fein zu.“
Burgerl folgte der Weisung, soweit sie ihr anstand; hinunterzukommen, eilte ihr eben nicht und der Vogel pfiff ihr lang gut.