„O, du mein Herrgott, wie is doch d’ Welt schön!“ sagte Kaspar leise. Da fühlte er den kurzen, zustimmenden Druck der Hand, die in der seinen lag. So saßen sie eng aneinander geschmiegt, zu tiefst im Herzen befriedet, ohne einen Wunsch in der Seele und ohne einen Anspruch an diese prangende Welt.
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Sie wußten es nicht zu sagen, wie lange sie gesessen hatten, als sie sich plötzlich erhoben und zugleich sagten: „’s is Zeit, jetzt heißt’s wieder laufen.“
„B’hüt Gott, Kaspar,“ sagte sie.
Er aber hielt sie an der dargereichten Hand zurück, zog sie an sich und seine Lippen suchten die ihren. „B’hüt Gott, Lenerl, mein.“ Noch rief er ihr nach: „Wirst von mir hören, bald!“
Sie nickte ihm lächelnd zu und schritt dann, ohne sich umzusehen, eilig dem Hofe auf der Halde zu.
Eine ganz kurze Weile stand der Bauer und blickte ihr nach, dann kehrte er sich ab und nahm den entgegengesetzten Weg. Wieder umging er Hinterwalden. Als er auf dem Fußsteige einherschritt, pfiff er halblaut Ländlerweisen und lachte dazwischen ein über das andere Mal; das andere Mal geschah es immer, weil ihm das eine Mal das Lachen die zum Pfeifen gespitzten Lippen breit gezogen hatte. Das Dorf im Rücken und die freie offene Heide vor sich, begann er Tanzweisen und Schnadahüpfeln vor sich hin zu summen und unter den dunklen Föhren wagte er gar einen hellen Juchzer. Am Fuße der mächtigen Stämme hinstreichend, summte und pfiff, pfiff und summte er die Sangweise eines Vierzeiligen, dessen Worte ihm lange nicht beifallen wollten, und als er sie endlich hatte, platzte er lachend heraus:
Vernünftig und g’scheit,
Und tun, was ein’ g’freut!
So vernünftig, o mein,