„Nun, ich mache so kleinweis einen Anfang, damit ich mich leichter eingewöhne, wenn ich es einmal brauche.“

„Wie du altklug tust! Ein lediger Bursche, wie du, wird auch viel Sparsamkeit brauchen!“

Unterdem hatte er einen Span gefunden. „Ich denk’, ich bleibe nicht immer neunzehn und auch nicht ledig,“ sagte er, kauerte sich an dem Herde nieder und schob das Hölzchen in die Feuerung.

„Schau mal einer!“

„Und ich meine, das Heiraten mag auch keine schlechte Sache sein.“ Jetzt brannte der Span lichterloh.

„Was du nicht alles denkst und meinst,“ sagte die Müllerin, und um ihre Mundwinkel zuckte es leise, als sie auf den Burschen herabsah, dessen hochgerötetes Gesicht bei jedem Aufflackern des Hölzchens, das er über den Tabak hielt, sich verlegener ausnahm.

Er mußte etwas davon merken, hastig warf er den prasselnden Span weg, drückte laut klappend den Pfeifendeckel zu und erhob sich. Auf einige glimmende Kohlensplitterchen setzte er bedachtsam den Fuß, dann sagte er möglichst unbefangen: „Ich werd’ immer so rot wie ein Hahnenkamm, wenn ich mich niederbücken tu’, und dazu noch die Hitze, die vom Herd weggeht, da steigt einem alles Blut in den Kopf.“

„Ja, ja, du bedauerst mich recht,“ sagte die Müllerin, „ich an deiner Stelle möcht’ gar nicht rauchen, wenn mich das Anfeuern schon so angreifen tät.“

„Ausschauen muß ich, wie ein gesottener Krebs,“ sagte er und versuchte zu lachen, es war wohl nur die Pfeife, die er dabei zwischen den Zähnen hielt, welche es nicht dazu kommen ließ.

Die Müllerin trat an ihren Sohn heran und sah ihm in die Augen. „Geh, mein dummes Büberl, jetzt sperr dich nicht lang und beichte weiter. Hast ja doch schon so viel geredet, daß dir selber leid wär’, wenn ich nicht danach fragen möcht’! Nach all deinen Reden gefällt dir ein Dirndl, so sag lieber gleich heraus, wer es ist.“