„O wohl.“

„Mag sie dich leiden?“

„Ich meine schon.“

„Bist du aber ein heimlicher Ding, man hat dir doch gar nichts angemerkt.“

„Es ist auch erst seit drei Tagen.“

„Das ist ein wenig schnell hergegangen.“

„Es kann ja vorkommen. Zwei meinen es ehrlich und besinnen sich lang, so hast du mir selber gesagt, daß es zwischen dir und dem Vater gewesen wär’, er war Soldat und du im Dienst, und ob ihm der Großvater die Mühl’ auch geben wird, hat keines gewußt, aber ich denk’, zwischen mir und der Leni braucht es kein Zuwarten des lieben Brotes willen, und da gilt bei grundehrlicher Absicht auf die einmalige Anfrag’ die einmalige Antwort, und ich fürchte mich gar nicht darauf, daß du sagen könntest, ich möchte da nicht zugreifen mit beiden Händen.“

„Behüt, daß ich dich von dem Dirndl abreden möcht’! Ich möcht’ ja so keine andere ins Haus, die hab’ ich immer im Aug’ gehabt, nur weil es einem selten nach Herzenswunsch ausgeht, so hab’ ich nicht gedacht, es würd’ auch so kommen, und nun bin ich recht froh. Ich will dir auch gleich nach dem Reindorferhof hinüber, heut noch, voreh’, versteht sich, rede ich mit deinem Vater. Aber er wird so wenig etwas dagegen haben wie ich. Ich meine schon, wir stehen auch den Reindorferischen an, so meine ich schon, freilich, wie es dann wird und wann es sein kann, davon läßt sich noch nichts reden.“

„Vergelt dir Gott dein gutes Herz, Mutter; warten will ich schon, solang etwa sein muß, dafür krieg’ ich, wofür sich wohl Warten auszahlt.“

„Gelt ja? Aber nun erzähl mir nur auch, wie ihr euch denn zusammengefunden habt und ob sie dich auch recht gut leiden kann! Meiner Treu’, das macht mir eine rechte Freude! Nun, fang an, aber ehrlich, sonst mach’ ich dir keinen Schritt.“