„Weißt du was,“ sprach der Bursche, „geschwind gib mir das Schwein und nimm du meine Gans! Ich weiß hier herum die Schleichwege und ich will mich schon unsichtbar machen!“
Gesagt, getan, Handel geschlossen und in zwei Augenblicken waren Bursch und Schwein dem Hans aus den Augen. „Bin doch ein Glücksvogel!“ lachte Hans innerlich und trug die Gans eine gute Strecke. Vom Flurschütz oder sonst einem Nachsetzenden war nichts zu sehen. Hans berechnete den guten Braten, das Fett, die Federn, die Freude seiner Mutter; und so kam er in das letzte Dorf vor dem seinigen. Da stand ein Scherenschleifer an seinem Karren, der sah ganz fröhlich aus, schliff und pfiff und pfiff und schliff, daß es nur so schnurrte, dann sang er einen lustigen Gassenhauer:
„Es kam ein junger Schleifer her,
Schliff die Messer und die Scher!
Hat’s gern getan,
Tut’s noch einmal,
Was geht’s dich an?
Was hast denn du davon?“
Hans blieb ganz verwundert stehen mit seiner Gans und hatte seine Verwunderung über des Schleifers Lustigkeit, dann bot er ihm guten Tag und fragte: „Euch geht’s gewiß recht gut, daß Ihr so lustig und fröhlich seid? Wer’s doch auch so hätte!“
„O ja, mein guter Kamerad,“ sprach der Scherenschleifer, „bin alldieweil lustig, immer Geld in der Tasche, kannst’s auch so haben mit deiner Gans. Woher hast du die Gans?“