Geist: Pracht der Tiefe!
Imma: Sonnenweh!
Gib das Licht,
das Tiere atmen!
Gib die Regung, zart wie Reh
schattend unter Bäumen!
Gib,
was die Seele nie im Laut geweckt:
Gib die Liebe!
Geist: Meine Liebe!
Imma: Hart!
Gold und Stein, dein zähes Element!
Worte, die du denkst im Fels begriffen!
Wert, wie Fäuste aus Gestalt gestaut
ohne Kreislauf, sündenlos, die Wut!
Geist: Soll ich menschlich sein?
Imma: Du kannst es nicht!
Sehnsucht heißt der Pol! Du hast die Macht!
Unerfüllt wir sind! Du bist Vollendung!
Warum raubtest du?
Geist: Aus Not der Kraft!
Imma: Spalte deine Kräfte in das Meer!
Fest sei Ziel im Mittelpunkt der Erde!
Jage Wunsch auf Flügeln um die Welt!
Geist: Das ist Menschenblick, der reißt entzwei!
Kraft bin ich und will die Ohnmacht lieben!
Beides schmilzt im Mantel meiner Brust!
Imma: Deute nicht Gewalt! Sei mutig roh!
Zeichne stark: Tod gib mir! Gib mir Leben!