Geist: Gestorben bist du! Lebe!

Imma: Fremd die Welt!

Geist: Starb der Mensch! Dein Atem füllt die Luft!

Imma: Lebt sein Bild! Mein Atem trägt die Liebe!

Geist: Laß mich bei dir sein!

Imma: Laß mich empor!

(Sie wirft sich auf die Erde, Kopf vergraben. Der Geist sinnt gekrümmt. Dann streckt er die Hände, weckt Musik, kniet wie träumend, wühlt die Erde auf, zieht drei Rüben, wirft sie hoch im Bogen, spricht dazu)

Geist: Bildkraft: Liebe!
Sehnsucht: Ziel!
Wurzeltriebe,
Mondenspiel!
Flut und Ebbe! Quillt die Wut?
Blut und Erde, Seelenbrut!

(Die Rübe „Königin“, die Rübe „König“, die Rübe „Brinhildis“, in Gestalt den Menschen völlig gleich, kommen blind und lächeln. Der Geist kichert, gräbt weiter, schafft die Mägde Gersa, Buh und Linde durch Wurf und Spruch. Dann geht er. Die Rüben stehen sechs im Kreise hinter Imma)

Rübenkönig und Rübenkönigin: Löse!