[Abbildung 77.]

[Abbildung 78.]

In der Spätzeit zeigt sich wieder durchweg der schlanke Typus, der dieser Gattung mit Recht eine bevorzugte Stellung unter allen ägyptischen Säulen sichert. Merkwürdig ist an diesen späten Säulen eine Erscheinung, welche man vielleicht auf die des öfteren schon erwähnten flatternden Bänder aus der 18. Dynastie zurückführen muss. Von dem Halsband hängt nämlich eine aus drei Bandlagen gebildete Schleife herab ([Abb. 77]), die dann auf noch späteren Beispielen zu einem Kranze von languettenartig geordneten Bändern wird ([Abb. 78]). An dieser letztgenannten Säule beobachten wir wieder die in der Spätzeit übliche Herabrückung der Halsbänder, wodurch dann über denselben ein Teil des schuppigen Palmenstammes sichtbar wird. Als neues Motiv tritt hier ferner noch die Anbringung von Datteltrauben zwischen den Palmenwedeln auf. Dass es in der Spätzeit auch nicht an unsinnigen Zuthaten bei Palmensäulen, wie z. B. Fussblätter über der Basis[89], fehlt, bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung.


[V. Andere Pflanzensäulen.]

In diesem Kapitel sollen noch kurz zwei Arten von Pflanzensäulen besprochen werden, die sich den bisher erwähnten grossen Gattungen nicht einordnen lassen, und welche ausführlich in besonderen Kapiteln abzuhandeln wegen der geringen Anzahl von Beispielen, die bislang bekannt geworden sind, nicht lohnt. Da bei diesen, meist nur in ein oder zwei Exemplaren auf uns gekommenen Säulenarten es schwierig, ja fast unmöglich ist, die ihnen zu Grunde liegende Pflanze genau zu bestimmen, so werden wir uns hier nur mit der allgemeinen Angabe der betreffenden Pflanzengattung zufrieden geben müssen, die bei den anderen Kapiteln gegebene Beschreibung der Pflanze etc. fällt also hier fort.

[Abbildung 79.]