[33] Andere Beispiele derselben Zeit in Petrie's Tanis, I.
[34] Kritik des ägyptischen Ornaments, S. 25.
[35] Die „Lilie” als oberägyptische Wappenpflanze hat mit der Hieroglyphe für den Süden
(rs) wohl nichts zu thun. Letztere, von der unsere Abbildung ([Abb. 35]) zwei gute Beispiele giebt, ist auch noch nicht identificirt. Juncus conglomeratus (Binse), wie Woenig (a. a. O. S. 135) annimmt, kann es wegen der Biegung des Stengels kaum sein, obgleich der seitliche Blüthenstand dafür spräche.
Einige Male wird — worauf mich Prof. Petrie freundlichst hinwies — unsere Lilie mit dieser Pflanze vertauscht und zwar auf einer symbolischen Darstellung der Vereinigung beider Länder vom Throne einer Tanitischen Statue des mittleren Reiches (Petrie, Tanis, I, Taf. I, 3). Hier hat der südliche Nilgott an Stelle der sonst üblichen Lilien eine
-Pflanze auf dem Haupte und bindet auch eine solche um das Zeichen der Vereinigung. Ebenso kommt auf einer Chefrenstatuen zu Gizeh und auf einem Gehänge aus Fayence (Spätzeit? Berl. Mus. No. 7709) das „Süden”-Zeichen — an letzterer Stelle sogar ohne Blüthen — als Ersatz für die Lilie vor. Beide Male ist jedoch nur eine Pflanze für die andere eingetreten, da die eine symbolisch, die andere lautlich den Süden bezeichnet; eine Identität kann daraus nicht geschlossen werden.