– –, Das Wildfangrecht. Eine pfälzische Geschichte. Neunzehntes Tausend. Geb. 6 M.
– –, Der Sachsenspiegel. Eine Geschichte aus der Hohenstaufenzeit. Achtzehntes Tausend. Geb. 6 M.
– –, Singuf. Rattenfängerlieder. Siebzehntes Tausend. Geb. 4 M. 80 Pf.
– – Aus dem Felde. Gedichte. Vierte, vermehrte Auflage. Geb. 2 M. 50 Pf.
Heinrich Federer, Das Mätteliseppi. Eine Erzählung. 25. Tausend. Geh. 5 M., geb. 6.50 M.
Vor zwölf Jahren habe ich diese unvergeßliche Figur in einer Novelle behandeln wollen, und damals entstanden die Kapitel in der Webstube und im Pfarrexamen in einem mehr humoristischen Fadenschlag. Ich legte jedoch den unbefriedigenden Entwurf in die Schublade. Aber im Herbst 1915, im Süden und im Heimweh nach den Buchen und Äpfeln und Herzlichkeiten meines lieben Nordens, nahm ich die Papiere wieder vor und arbeitete sie nun zu einem ... ach freilich so dicken! ... Romane aus ... In die Schicksale des Ländleins und besonders der Spichtigerfamilie ist nun das Mätteliseppi so verstrickt und hält den Faden so stramm in der Faust, daß ich statt des ersten Titels »Die Spichtiger« lieber seinen klassischen Namen »Das Mätteliseppi« setzte. Es stört die Einheit der Erzählung keineswegs, stärkt sie eher und gleicht in seiner rauhen und massiven Gewalt einem Berge, in dessen wechselndem Schatten sich eine kleine Menschheit und Menschheitsgeschichte entwickelt und bald behindert, bald gehoben ans ordentliche Ziel gelangt.
So hat es denn wirklich ein solches Mättelisepi gegeben? Seinen Webstuhl und harten Flachsscheitel, seinen langen Stecken, sein Unterrichtsgenie und seinen mörderlichen Kleiderkasten als Arrest? Seine Helgen und Mären? wie? ... Ich antworte: all das auf den letzten Tupf! Viele hundert Obwaldner werden euch das mit einem aus Respekt und Schalkheit gemischten Lächeln bestätigen und noch reichlich glossieren können. Und auf dem Friedhof von Sachseln findest du die Horat und Molin und Herri und Tonoli, indessen der damalige Helfer Ludowig noch heute, im Silber von fünfundsiebzig Jahren, als geistliche Spitze des Kantons tapfer seines Amtes waltet ... Von all den vielen Knaben und Mädchen, dem seltsamen Josef Tonoli zum Beispiel, der kalten, eitlen Orla, dem kühnen, wilden Herri und dem glücklichern von Aar bis zum Trunzibub hinauf und zur Botin Trunz selber und den Spichtigerleuten als den Hauptpersonen des Romanes, von all dem ist keine Faser eitle Phantasie dabei. Sie alle sind genau so in Fleisch und Blut und starken Knochen an mir vorbeigegangen. Ich habe nur Namen geändert und Örtlichkeiten verschoben. Viele leben noch, die meisten ruhen.
Soll ich sagen, ob auch die tiefen Leiden und Zweifel und seelischen Erhebungen im Buche historisch sind? Da erlasset mir das Wort. Das sollet nun ihr sagen, die ihr das Buch leset!
Heinrich Federer (in Grote's Weihnachtsalmanach 1916).
Ludwig Ganghofer, Die Trutze von Trutzberg. Eine Geschichte aus anno Domini 1445. 46. Tausend. Geh. 4 M., geb. 5,50 M.