»Dieser Roman eines Torgauer Husaren ist wahrhaftig die beste Abenteuergeschichte, die ich kenne: ganz einfach erzählt und dabei doch fabelhaft eindrucksvoll.«

Fedor v. Zobeltitz.

»Das schöne Buch hat alle Anwartschaft, ein Volksbuch zu werden.«

Carl Busse.

»Am herrlichsten seit langem dünkt mich ‚Die Flucht von der Murmanbahn‘. Wie frisch, wahr, tüchtig! wie ist man dabei und leidet und hofft und bangt mit! Und wie ist einem das Fensterlicht tief unten an der norwegischen Küste dann selbst eine wahre Erlösung! Eine ähnliche Natürlichkeit in Nerv und Seele findet man fast nie in den ähnlichen abenteuerlichen Werken.«

Heinrich Federer.

Heinrich Wolfgang Seidel, Die Varnholzer. Ein Buch der Heimat. Geh. 4 M., geb. 5,50 M.

Heinrich Wolfgang Seidel, der Sohn des Leberecht Hühnchen-Dichters, der sich durch seine Novellen »Der Vogel Tolidan« und »Ameisenberg« bereits einen anerkannten Namen in der Literatur erworben hat, tritt hiermit mit seinem ersten Roman hervor, einem sehr liebenswürdigen Buche, voll von Reizen der Stimmung und dichterischer Anschauung, voll Witz und Laune und liebevollem Eingehen auf das Seelenleben der betrachteten Menschen.

Die Varnholzer sind der Freundeskreis des Anwaltes Varnholz, der mit seiner Frau und seinen beiden Kindern im Mittelpunkt dieses Buches steht. Er zieht in den Kampf gegen Rußland, wird gefangen und gewinnt nach abenteuerlicher Irrfahrt die Heimat aufs neue. Dennoch ist die Erzählung weniger eine Darstellung kriegerischer Vorgänge, als der Versuch, in anschaulichen Bildern die Erlebnisse der deutschen Seele widerzuspiegeln. Eine Fülle von Gestalten erlebt Frieden und Krieg, und jede offenbart ein Stück deutschen Wesens. Heitere und tragische Züge sind miteinander ausgeglichen, der Schauplatz wechselt vielfach, und der Leser wird geführt durch Weltstadt und ländliche Gemeinschaft, nach Weimar ebenso wie in die polnische Öde. Das Erleben der Kleinstadtbürger und der Künstler, der dumpfen Masse und des einzelnen Kulturträgers, der Wagemut des Mannes und die betende Geduld der Frau, Kinder-Weihnachten und die Irrwege der in Selbstsucht Strauchelnden, die grenzenlose Liebe zum Vaterland, aber auch die Vision Christi, dessen Erbarmen den Menschen sucht, – alles das vereinigt sich in einem Akkord und läßt doch jeder Erscheinung ihre eigene leidvolle oder triumphierende Stimme.

Heinrich Wolfgang Seidel, Der Vogel Tolidan. Neun Novellen. Geh. 3 M., geb. 4,50 M.