»Kammerdiener? So so? Und is der auch so, ja, so nobel, der?«

»Der wird wohl nobel sein!« Pepperl lachte mit zornrotem Gesicht. »Hat seidene Hösln an! Und Schnallenschuh! Wie der Mesner bei der Leich.«

»Schnallenschuh? Und seidene Hösln?« staunte der Alte. »Ah, der muß aber nobel sein!«

»Und gestriegelte Haar hat er! Und deiner Burgi steigt er nach? Verstehst mich? Deiner Burgi steigt er nach!«

Langsam drehte Brenntlinger sich auf der Bank herum und fragte mit aufgeregtem Stottern: »Bu — Buburgi? Is dös wahr?«

»Ja, dös is wahr!« erklärte Burgi und warf eine Handvoll Salz in den Nockenteig.

»Hörst es jetzt?« schrie Pepperl wie ein Verrückter. »Wahr is, was ich gsagt hab! Und anschmalgen tut er's! Anschmalgen, daß er's heiraten tät!«

Die Aufregung des Alten wuchs. »Bu — Buburgi? Is dös wahr?«

»Wahr is's! Ja!« fuhr die Sennerin mit gereizter Stimme auf. »Den ganzen Tag hockt er da in der Hütten und pumpert die halben Nächt am Kammerfenster. So verliebt is er! Wahr is, wahr is, wahr is!«