Ettingen wandte sich zu Lo. Inmitten der vielen Leute, die um sie herstanden, schieden die beiden mit einem Händedruck, mit einem stummen Blick.

Ein Jäger sollte den Grauen führen. Aber Lo überließ diese Sorge keinem anderen, sie nahm den Zügel selbst.

Während Hansi den Knaben über das Almfeld hinuntertrug, umringt von den schwatzenden Treibern und Jägern, stand Ettingen mit den Armen über den Zaun gelehnt und blickte lächelnd dem kleinen Reiter und seiner Schwester nach.

Den beiden folgten noch zwei andere Augen — aus Mazeggers Hütte —, mit einem Blick, in dem die Eifersucht mit drohendem Feuer brannte.

Wo der Pfad vom Almfeld einbog in den Wald, bat Lo die Männer, vorauszugehen, damit der Graue in ruhigen Schritt käme. Sie verhielt das Tier eine Weile und sah mit leuchtenden Augen zum Fürstenhaus hinauf. Da hörte sie den Bruder flüstern: »Du, Lo? Weißt du, warum er so lieb war zu mir?«

»Weil er gut ist.«

»Ja, schon — aber noch wegen was. Weil er dich liebhat.«

Wie eine Flamme schlug es über ihre Wangen, doch heftig schüttelte sie den Kopf.

»Aber ja!« behauptete Gustl in heißem Eifer. »Hast du denn das nicht gemerkt?«

»Nein, nein, nein!« stammelte sie erschrocken und zog den Grauen in den Wald.