Fußnoten:
[1] Ach, Jean, sehen Sie doch, ein fürstlicher Jäger! Und solch ein prachtvoller Riese! Ein echter Tiroler, nicht wahr? Ein Typus der Rasse! Und so hübsch, daß sich die Weiber auf der Straße nach ihm umdrehen müssen.
[2] Ach, wie reizend! Wie drollig das alles ist, Jean, Jean, wir wollen lustige Streiche nach dem Dutzend machen, hier in der Sommerfrische!
Siebzehntes Kapitel
In lautloser Stille lag der Tillfußer Wald. Unter den Bäumen war tiefer Schatten, doch um die Wipfel glühte noch der Glanz der Sonne, die sinken wollte. Wie goldfunkelnde Riesenmauern, von purpurnen Schattenlinien durchzogen, standen die grellbeleuchteten Berge hinter den Lücken des Waldes.
Auf einem Baum, den der Sturm geworfen hatte, saßen Graf Sternfeldt und der Förster. Nicht weit von ihnen zweigte sich der Pfad — der eine Weg führte zur Jagdhütte im Sebenwald, der andere zur Sebenalpe und zum See. Diesen letzteren Pfad konnte man auf eine weite Strecke übersehen.
Je länger die beiden warten mußten, desto ungeduldiger wurde Sternfeldt.
»Endlich! Da kommt er!« Der Graf erhob sich. »Bleiben Sie, Herr Förster, ich geh ihm entgegen!«
In Gedanken versunken, behaglich schlendernden Ganges, kam Ettingen über den Pfad heruntergeschritten. Sein Hut war rings um die Krempe mit Blüten besteckt, mit Edelrosen vom Sebensee.