Ein rauhes Lachen. Und eine Bewegung, als möchte er den Brief in Fetzen reißen.
Da trat der Förster in die Stube. »Guten Morgen, Toni! Gut, daß d' noch daheim bist! Heut mußt du mit mir — — Was hast denn da?« Er nahm dem Jäger den Brief aus der Hand. »An den Herrn Grafen? Und die Schrift von der Duhrlaucht? Von wem hast du den Brief?«
»Vom Peppi.« Mehr zu erklären, hielt Mazegger nicht für nötig.
»Der Brief muß bsorgt werden! Gleich auf der Stell!« Kluibenschädl hetzte davon. Finster sah Mazegger ihm nach. Daß er heute den Förster begleiten sollte, das schien ihm nicht zu passen. In Hast machte er sich fertig, warf die Büchse hinter den Rücken, steckte mit zitternder Hand ein paar Patronen zu sich und schritt über das Almfeld hinunter. Bevor er den Wald erreichen konnte, klang hinter ihm die Stimme des Försters: »He! Toni! Warten!«
An der Lippe nagend, blieb Mazegger stehen, bis der Förster ihn eingeholt hatte.
»Wo rennst denn hin? Ich hab dir doch gsagt, daß ich dich brauch! Und ausschauen tust? Hast wieder an Ausflug gmacht in der Nacht — Gott weiß wohin?«
Mazegger wandte sich wortlos ab.
»Heut bleibst bei mir! Wir müssen die neuen Steig vermessen. Da haben wir Arbeit den ganzen Tag.«
»So?« Mazegger lächelte. »Aber die Nacht? Die gehört doch mein?«
Der Förster sah ihn von der Seite an. »Was dös jetzt wieder für a Wörtl is! D' Nacht ghört freilich dein.«