Burgi erhob sich von der Herdbank, machte scheue Augen und fuhr sich mit dem Schürzenzipfel über die Wangen, als hätte sie einen feuchten Tag hinter sich. »Geh, du!« Mehr sagte sie nicht.
Pepperl schraubte die Stimme. »Grüß Gott, Frau Oberjagerin!«
»Ich bitt dich, Pepperl, mach mir heut kei' Fasnacht her! Mir is net z' Mut danach. Ich weiß schon, wie ich dran bin.« Das war ein Ton, als wären die Tränen nicht weit.
Der Jäger lachte und rief es zum drittenmal: »Grüß Gott, Frau Oberjagerin!« Dann sprang er auf das Mädel zu wie der Fuchs auf die Ente, packte sie mit beiden Armen, wirbelte sie im Kreis und küßte sie ab, daß ihr der Atem verging.
»Wenn's einer sieht! Mar und Joseph!« stotterte sie wehrlos unter seinen Küssen.
»Soll's sehen, wer mag! Meintwegen der Pfarr!« Dann kam's wie ein Wolkenbruch der Freude aus ihm heraus: »Fünfhundert Gulden und Oberjager!«
Als sie begriffen hatte, brachte sie keinen Laut aus der Kehle und drückte das Gesicht an seine Brust.
Er schmiegte die Wange an ihren Kopf, tätschelte sie auf den Rücken und tröstete: »Geh, Schatzerl, tu dich doch lieber freuen! Warum denn weinen? Geh, macht nix, macht nix! Is ja doch eh alles gut! In vier Wochen wird gheiret!«
»Pepperl!— Is dös wahr?«