Pepperl scheuerte aus Leibeskräften, zuerst mit der rechten Hand die linke, dann mit der linken die rechte. Als er die Hände an Burgis Schürze trocknen wollte, sagte sie: »Halt, laß mich schauen!« Nach kurzer Musterung meinte sie: »Na na, du, da muß schon ich noch a bißl drüber!« Es dauerte eine Weile, und viel Seife ging drauf, bis sie erklärte: »So, jetzt kannst jede fürstliche Schüssel anrühren mit Manier!«

»Du bist halt a Madl! Mit dir bin ich aufgricht! Ja!«

Ein Kuß, der sich zeitverschwenderisch in die Länge zog. Dann rannte Pepperl davon.

In der Jägerhütte stand Mazegger am Fenster, mit den Händen hinter dem Rücken, regungslos wie eine Steinsäule. Manchmal schloß er die Lider, als hätte er Schmerz in den Augen. Dann spähte er wieder und wartete. Nach einer Weile sah er den Förster zum Jagdhaus hinaufwandern und in der Tür verschwinden. Mazegger streckte sich wie einer, den die Arbeit ruft. Er zog die Läden zu und schloß das Fenster. Dann nahm er die Büchse auf den Rücken, verließ die Stube, sperrte die Hüttentür ab und schleuderte den Schlüssel weit hinaus in das Almfeld.

Mit starrem Lächeln sah er noch einmal hinauf zum Fürstenhaus und eilte davon, in der Richtung gegen den Sebenwald.


Zwanzigstes Kapitel

Der Abend wurde trüb.