»Nichts.«

»So? Gar nix? Und gegen Leutasch naus bist gwesen? Im Hämmermoos?«

Mazegger wandte sich zum Herd und nickte.

Da brach das Gewitter los. »Du Lugenschüppel, du gottverlassener! Da schau her!« Der Förster griff in die Joppentasche und warf dem Jäger die Sichel einer Spielhahnfeder vor die Füße. »Da hast dein Federl wieder! Am Steig zum Steinernen Hüttl droben hab ich's gefunden. Warum lügst mich denn so an?«

Brennende Röte war über das bleiche Gesicht des Jägers geflogen. Seine Augen funkelten.

Der Förster betrachtete ihn vom Kopf bis zu den Füßen. Dabei verrauchte sein Zorn, und er sagte mit ruhigem Ernst: »Toni! Jetzt will ich dir die letzte Verwarnung geben. 's Lugen vertrag ich net. Alles kann ich eim Jager verzeihen, a Jager is auch nur a schwacher Mensch. Aber 's Maul wenn er aufmacht im Dienst, muß ich a wahrs Wörtl hören. Und drum sag ich dir's jetzt als dein Fürgsetzter: lügst noch an einzigsmal, so kannst deine sieben Zwetschgen packen.«

Schweigend starrte der Jäger in die Lampenflamme und nagte an der Lippe.

»So! Und jetzt reden wir noch von was anderm mitanander, weißt, Tonerl, als Mensch und Mensch.«

Mazegger drehte langsam das Gesicht über die Schulter, und seine Augen wurden klein.