„Du?“ Blasi erhob sich. „Fangst schon wieder zum hetzen an?“

„Sei halt du der Gscheider!“ sagte Modei mit erwürgtem Klang. „Vier Wochen lang hab ich dich nimmer gsehen. Und eini in d’ Hütten, und gleich muß der Unfried wieder da sein!“

„Hätt er net angfangt, der! Und was muß er denn allweil den Jager einizügeln in d’ Hütten?“

„Höi, höi!“ kicherte Lenzl. „Wann net eifern tust, da kann’s dir ja gleich sein, wer einikommt.“

„D’ Hütten kann ich ihm net verbieten“, sagte Modei müd, „er kommt halt, und a Hüttentür is allweil offen.“

„No ja, meintwegen!“ brummte Blasi. „Schau, daß ich ebbes z’essen krieg. Hungern tut mich, daß mir der Magen springt.“

Ein schrilles Lachen im Herdwinkel. „Gschwind, Schwester, tummel dich, der Herr Baron will’s haben. Hungern tut ihn, da muß er essen. Dürsten tut ihn, da muß er trinken. A Fuierl mach auf, a warms! Und nacher spring eini ins Bett. So taugt’s ihm. Alle vier Wochen amal!“ Wieder das grelle Lachen. „Schwester! Du bist gnügsam!“

„Himmel Herrgott Sakrament noch amal –“ Wütend sprang Blasi auf den Alten zu.

Modei lief ihm den Weg ab. „Blasi! Um Gotts willen!“

Er wurde ruhig. „Hast recht!“ Und lachte. „Was willst denn von so eim Narren?“