In der Nachtferne ein dumpfes Rollen und Gerassel.
Das Gesicht des Weißhaarigen erstarrte. „Hörst es?“ Seine Stimme war schrill und knabenhaft dünn. „Du? Hörst es?“
Ohne aufzublicken, sagte Modei: „Steiner sind gangen in der Wand.“
„Hörst es? Der Tanzboden rumpelt. Der lauft ihm nach. Dem kommt er net aus.“ Ein grelles Lachen. „Hörst es? Alle hat’s derschlagen. Den Grubertoni! Und ’s Lisei – mein Lisei –“ Mit einem Kichern, das sich wie ein Kinderweinen anhörte, kletterte Lenzl über die Scheiterbeige zum Kreister hinauf und wühlte sich ins Heu.
Die Kienfackel erlosch.
Modei hob den Kopf, sah verloren in den rötlichen Zwieschein der Sennstube, ließ das Holzscheit fallen und preßte das Gesicht in die Hände.
Das Grau der ersten Dämmerung
Das Grau der ersten Dämmerung lag noch über den Bergen, als Benno am anderen Morgen von Friedl geweckt wurde. Rasch war er auf den Beinen und schüttelte das Heu von sich. Am Brunnen wusch er Gesicht und Hände.
Friedl war ihm vorausgegangen und fand an Modeis Hüttenstube die Tür schon offen. Als er mit freundlichem Gruß in den Kaser trat, sah er Lenzl und seine Schwester am Herd sitzen, auf dem schon ein Feuer flackerte.
„Was is denn, Modei? Hast du’s mit der Arbeit so nötig, daß du schon vor’m Tag auf die Füß bist?“