„Ös zwei! Gehts a bißl auf d’ Seiten!“ befahl der Doktermartl. „Jetzt muß ich mit der Punkl medazinisch reden.“

„Ui jegerl!“ Kichernd zog Monika den Lenzl zum Stall hinüber. Und Punkl fragte in Angst: „Was is denn? Was is denn? Is dös ebbes Ansteckets? Oder muß ich ebba schon bald sterben?“

Martl wollte reden, blieb stumm und besann sich.

„Malefiz noch amal, wie mach ich denn jetzt dös?“

Was hast gsagt?“

Er brüllte der Alten ins Ohr: „Mit dir laßt sich ’s Medazinische schwer verhandeln. Weil man schreien muß, daß d’ Leut alles hören.“

„Muß ich sterben?“ wimmerte Punkl. „Muß ich sterben?“

Ohne ihre Klage zu beachten, rief Martl zum Stall hinüber: „Ös zwei! Halts enk d’ Ohrwascheln a bißl zu!“ Gleich steckten die beiden ihre Zeigefinger als Stöpsel in die Ohren.

„Martele, liebs Martele, so sag mir doch um Gotts willen: muß ich sterben?“

„Ah na! Du kannst hundert Jahr alt werden. Aber plagen wird’s dich noch bis an dein tugendhäftiges Lebensende. Dös is a Naturgsetz.“