„Überlasset mir dieses Amt!“ sagte Desertus rasch. „Der Bruder ist müde.“

„Gut, so bleibe!“ Herr Heinrich reichte dem Chorherren die Hand, nickte Gittli mit freundlichem Lächeln zu und verließ die Stube.

Zu Häupten des Lagers setzte sich Desertus auf die Bank.

Es war still in der Stube. Gittli rührte sich nicht in ihrem Winkel; man hörte nur Haymos tiefe Atemzüge, und auf dem Herde knisterte es zuweilen noch leise in den glühenden Kohlen.

Draußen murmelte das Wasser, von der Herrenhütte herüber klang in Zwischenräumen die laute Stimme des Vogtes, und tief aus dem Steintal herauf ertönte der Gesang der vier Knechte, die zu den Almen niederstiegen:

„Das Herzelein

Im Herzensschrein

Tut gar so weh dem schwarzen Knaben:

Das braune Mägdlein möcht er haben,

Ja haben,