Drum wollen wir auch fröhlich sein

Ad noctis usque terminum!

Wer greinen oder murren will,

Ut canes decet rabidos,

Der mag wohl bleiben aus dem Spiel,

Ad porcos eat sordidos!“

Schon die zweite Strophe hatte Frater Severin mit wiegendem Kopfe mitgesummt; und jetzt ergriff er die Flasche und sog und schluckte, aber schon gehörig! Dann freilich, als er absetzte, machte er ein kummervolles Gesicht. „Jetzt hab ich halt doch getrunken! O Mensch, Mensch! Was bist du für ein Hafen voll teuflischer Suppe! Pfui!“ Mißbilligend schüttelte er den Kopf, setzte die Flasche an und trank. „Jetzt geht’s schon in einem hin!“

Ein paar feuchte Stunden verrannen den beiden, bis sie es zuwege brachten, daß die Flaschen einen trockenen Boden bekamen. Als Herr Schluttemann sich erhob, merkte er, daß er nicht mehr völlig Meister seiner Beine war — er merkte es, als er mit der Nase schon auf der Erde lag.

„En jacet in trexis!“ jammerte Frater Severin. „Sehet Ihr, Herr Vogt, sehet Ihr! Das ist Gottes Strafe, weil Ihr meine Seel in des Teufels Schlinge getrieben habt.“

Herr Schluttemann krabbelte sich mühsam an des Fraters Kutte in die Höhe. „Glaubet mir, Frater, das ist seiner Lebtag kein guter Fuhrmann, der nicht auch einmal umwerfen kann!“ Die Zunge wurde ihm schwer. „Und Ihr wisset doch, wie der gelehrte Philosoph sagt: