Und Herr Heinrich ging, an der Wende des Pfades noch einmal zurückschauend mit bewegtem Blick. Als er das Herrenhaus erreichte, kam Frater Severin aus der Jägerhütte.

„Wo ist Walti?“

„Ich habe den Buben um Holz geschickt.“

„Und das Mädchen?“

„Ich glaub, sie hockt in der Küche. Was die nur hat! Als wär die Drud hinter ihr, so ist sie gerannt gekommen, und vor Haymos Lager ist sie hingefallen und hat kein Wort geredet, was wir sie auch gefragt haben. Ich hab schon gemeint, der Haymo fahrt aus der Haut, so hat er’s getrieben mit der Dirn. Aber sie hat ihm nit Red gestanden, und weil er gar nit hat aufhören wollen mit Fragen, ist sie zur Tür hinausgeschossen. Der Haymo hat gleich aufspringen und ihr nachlaufen wollen. Ich hab ihn gehalten, und weil ich gesehen hab, daß die Dirn ohne die Veiglen gekommen ist, hab ich ihm eingeredet, daß sie so verdreht wär, weil sie die Blumen verloren hat. Da drüber hat er sich gefreut.“

Herr Heinrich trat in die Küche und sah das Mädchen verschüchtert in einem Winkel sitzen.

„Gittli!“

Sie folgte ihm zögernd in die Herrenstube.

„Wo hast du deine schönen Blumen?“

„Verloren!“ lispelte das Mädchen. „Die müssen mir heruntergefallen sein, wie er mich —“ Sie verstummte.