„Du bist wohl arg erschrocken?“
Schweigend stand sie, mit gesenkten Lidern.
„Vergiß es, Gittli! Weißt du, der Pater ist ein armer, kranker Mann, krank im Herzen.“
Sie sah zu Herrn Heinrich auf.
Freundlich strich er mit der Hand über Gittlis Haar. „Denk nur, ehe der Pater in das Gotteshaus getreten ist, war er ein Rittersmann, hatte eine junge, schöne Frau und holde Kinder und hat alle seine lieben Leut verlieren müssen in einer einzigen Nacht.“
Gittlis Augen wurden feucht.
„Weißt du, und seit der Zeit ist er manchmal so träumig wie ein Kranker. Und wie du jetzt gekommen bist, hat er völlig gemeint, seine liebe Frau tät ihm erscheinen.“
„Wohl,“ fiel Gittli hastig ein, „er hat auch einen Namen gerufen, wie ich gar nit heiß.“
„Siehst du!“
„Mein, jetzt tut er mich dauern!“ Sie streckte Herrn Heinrich die Hand hin. „Saget ihm doch, daß ich ihm nimmer harb sein will, gar nimmer!“