„Gelt?“ nickte das Weib. „Kannst auch nit schlafen?“
Gittli seufzte: „Wie ein Spinnrädl geht’s mir herum im Kopf und laßt mir keine Ruh nimmer.“
„Machst du dir Sorgen um den Polzer?“
Verwundert blickte Gittli zu der Schwäherin auf. „Um ihn? Warum denn? Sie haben ihn doch freigelassen. Ich hab’s doch selber gehört und gesehen.“
„Aber er müßt doch lang schon daheim sein.“
„Geh, du! Ich hab dir’s doch erzählt, daß er noch was schaffen hat müssen für den Herrn. Er wird halt lang gebraucht haben dazu und hat nimmer heim können vor der Nacht. Wirst sehen, er hat in der Almhütt geschlafen, und in der Früh ist er daheim, noch vor das Glöckl im Sudhaus läutet.“
„Weswegen mußt du dich sorgen, wenn um den Bruder nit?“
Gittli schob die Hände unter den Nacken.
„Aber so red doch!“
„Geh! Tu mich du auch noch plagen!“ Sie drehte das Gesicht gegen die Wand.